Preisträger 2016

Simon Heidegger

Dr. med. Simon Heidegger - 16.000€

Medizinische Klinik III, Klinikum Rechts der Isar der TU München

  

Titel: Die Bedeutung von Nukleinsäure-Rezeptoren in der Entstehung spontaner und therapie-induzierter antitumoraler Immunantworten

 

Simon Heidegger, geboren 1983 in Weingarten absolvierte ein Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians Universität München und der TU München. 2010 promovierter er in der Abteilung für Klinische Pharmakologie (Prof. Dr. S. Enders) am Klinikum der Universität München. Seit 2012 ist er als Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Klinikum Rechts der Isar in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie (Prof. Dr. Ch. Peschel) beschäftigt.

     

Das Immunsystem spielt in der Kontrolle des Tumorzell-Wachstums eine zentrale Rolle und diese Tatsache eröffnete mit der sogenannten Immuntherapie einen neuartigen Ansatz in der Krebsbehandlung. T-Zellen stehen im Zentrum dieser Therapien, da sie vielfältige wichtige Aufgaben in der Immunantwort steuern. Die Stärke einer solchen T-Zell Immunantwort wird durch sogenannte Immun-Checkpoints reguliert. Im Tumormilieu ist die Expression von Immun Checkpoint Proteinen häufig dysreguliert und stellt so einen wichtigen Immunresistenz-Mechanismus dar. Daher haben sich besonders Antagonisten der inhibitorischen Signale (sog. Immun-Checkpoint Blockade) als attraktive neue medikamentöse Optionen in der Tumortherapie herausgestellt. Im Rahmen des hier geförderten Projektes werden mit Hilfe genetisch defizienter Tumorzelllinien und Mausmodellen die Rolle bestimmter Nukleinsäure-Rezeptor Signalwege sowohl in Immunzellen aber auch im besonderen in Tumorzellen bei der Entstehung spontaner und therapie-induzierter Immunreaktion detailliert untersucht werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf deren Bedeutung für die Wirksamkeit der Immun Checkpoint Blockade.