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Preisverleihung 2020

Verleihung des Württembergischen Krebspreises 2020 an der Universität Tübingen

Der Vorsitzende der Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung, Prof. Dr. Claus Claussen, hat am 30. Juli 2020 an der Universität Tübingen zum elften Mal den Württembergischen Krebspreis übergeben.

Der Württembergische Krebspreis 2020 geht mit 20.000 Euro an Dr. med. Pascal David Johann (Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Abteilung für Pädiatrische Neuroonkologie / Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg KiTZ) für sein Projekt „Die Charakterisierung von Rhabdoidtumoren vermittels Einzelzellsequenzierungen – Mechanismen der Therapieresistenz“.

Pascal David Johann, geboren am 22. Februar 1985 in Saarbrücken, absolvierte sein Medizinstudium an der Universität Tübingen mit Gastaufenthalten an der Université Victor Segalen in Bordeaux und an der Harvard Medical School in Boston. 2011 promovierte Johann mit summa cum laude in Tübingen bei Prof. Dr. Ingo Müller am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Seine Doktorarbeit wurde durch das DFG-finanzierte Graduiertenkolleg 794 „Zellbiologische Mechanismen immunassoziierter Prozesse“ gefördert. Seit Februar 2018 ist Johann Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und als solcher an der Kinderklinik Heidelberg tätig. In seiner Forschungsarbeit am DKFZ befasst er sich mit der genetischen und epigenetischen Charakterisierung bestimmter Tumoren im Kindesalter, die auch Thema seiner Habilitation sind. Als Mentor steht ihm dabei Prof. Dr. Stefan Pfister zur Seite. Johanns Habilitationsverfahren steht im Sommer 2020 kurz vor dem Abschluss.

Über seinen Forschungsantrag: Rhabdoidtumore (abgeleitet vom griechischen rhabd = Stab, Rute; für langgestreckte Gebilde) sind eine Tumorerkrankung des frühen Kindesalters, die zwar nicht häufig ist, jedoch oft einen schweren Verlauf nimmt und nur selten heilbar ist. Unter anderem können das Gehirn und Rückenmark sowie Leber und Niere betroffen sein. Das Preisgeld wird Johann dazu verwenden, mithilfe von Einzelzellanalysen besonders aktive Gene dieser Krebsart zu identifizieren. Dadurch soll aufgeklärt werden, warum bestimmte Rhabdoidtumore therapieresistent sind. Außerdem, so die Hoffnung des Forschers und seines Teams, sollen die neuen Erkenntnisse dazu führen, neue Angriffspunkte zu finden für eine zielgerichtete Therapie der schwer zu behandelnden Erkrankung.

Über den Württembergischen Krebspreis:

Seit 2009 lobt die Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung (kurz Dres. Bayer-Stiftung) jährlich den Württembergischen Krebspreis aus. Mit dem Preis sollen junge, begabte Mediziner/innen gefördert werden, die auf dem Gebiet der Krebsforschung tätig sind. Die Preise werden für Wissenschaftler unter 40 Jahren ausgeschrieben, die ihre Forschung in Württemberg durchführen oder die gebürtige Württemberger sind. Der Preis für 2020 ist mit 20.000 Euro dotiert.

Über die Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer – Stiftung:

Die Stiftung des Württembergischen Krebspreises trägt den Namen des an Krebs verstorbenen Stifters Dr. Carl Manfred Bayer und seines Vaters Dr. Carl Maximilian Bayer. Beide waren mehr als sechzig Jahre in der Nähe von Ravensburg als niedergelassene Landärzte tätig. Dr. Carl Manfred Bayer studierte Medizin an der Universität Tübingen. Vorsitzender der Stiftung ist Prof. Dr. Claus D. Claussen, ehem. Direktor der Radiologischen Universitätsklinik Tübingen.

Kontakt: 

Prof. Dr. Claus D. Claussen
Zentrum für Medizinische Forschung
72072 Tübingen
kontakt@dres-bayer-stiftung.de

Dr. Heike Lehmannn
Redaktion
lehmann@@dres-bayer-stiftung.de