Preisträger 2019

PD Dr. med. Fabian Beier - 20.000 € 

Universitätsklinikum Aachen
Klinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Stammzelltransplantation

Titel: Untersuchung der Häufigkeit und Pathogenese von Dykeratosis congenita-assoziierter akuter myeloischer Leukämie

Fabian Beier, geboren am 3.10.1979 in Filderstadt, absolvierte sein Medizinstudium an der Universität Tübingen. 2009 promovierte er in Tübingen bei Prof. Dr. Tim H. Brümmendorf und wurde für seine herausragende, medizinische Doktorarbeit mit dem Carl-Liebermeister Preis der Universität Tübingen ausgezeichnet. Nach einem Post-Doc-Aufenthalt im Spanischen Krebsforschungszentrum in Madrid von 2010 bis 2012 arbeitete er als Assistenzarzt und seit 2018 als Oberarzt mit eigener Forschungsgruppe in der Abteilung für Hämatologie und Onkologie der Universitätsklinik Aachen, wo er 2018 im Fach Innere Medizin habilitierte.

Über seinen Forschungsantrag: Die Krankheitsgruppe der Telomererkrankungen ist eine erbliche Erkrankung, die mit einem erhöhten Risiko für akute Leukämien einhergeht. Aufgrund des Fehlens von eindeutigen Symptomen gibt es eine mutmaßlich hohe Dunkelziffer an nicht erkannten Fällen. Ziel dieses Projektes ist es, die Häufigkeit der Telomererkrankungen mittels genetischer Untersuchungen bei erwachsenen Patienten mit einer akuten Leukämie zu untersuchen. Die Ergebnisse könnten eine bessere Diagnostik ermöglichen, wodurch wiederum schneller eine passende Therapie eingeleitet werden könnte.

Dr. med. Patrick Schlegel - 20.000 € 

Universitätsklinikum Tübingen
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Titel: Der Weg in den Tumor – Adapter CAR-T Zellen zur Behandlung solider Tumorerkrankungen

Patrick Schlegel, geboren am 31. Mai 1981 in Morogoro, Tansania, absolvierte sein Medizinstudium an der Universität Tübingen. 2008 promovierte er am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltenswissenschaften der Universität Tübingen bei Prof. Dr. Wolfgang Larbig. 2017 schloss er seine Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin erfolgreich ab und arbeitet seitdem als Facharzt mit eigener Forschungsgruppe an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Tübingen.

Über seinen Forschungsantrag: Chimäre Antigen Rezeptor exprimierende T Zellen (CAR-T) sind genetisch veränderte Immunzellen, die mithilfe eines artifiziellen Immunrezeptors Tumorzellen erkennen und eliminieren können. CAR-T Zellen werden erfolgreich in der Behandlung von Leukämien eingesetzt. Ein neues, in Tübingen mitentwickeltes flexibles Adapter-CAR-T-System (AdCAR-T) dient im geförderten Forschungsprojekt als Grundlage für weitere genetische Modifikationen, um einerseits die Funktion von CAR-T Zellen zu verbessern und andererseits die Anwendung auf solide Tumorerkrankungen zu erweitern. Ziel ist es, die Krebstherapie durch den Einsatz von CAR-T Zellen zu verbessern und gleichzeitig die schweren Nebenwirkungen durch Chemotherapie und Bestrahlungstherapie zu reduzieren.